#1

Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 03.05.2011 10:35
von Janniman • Annahmestellenleiter/in | 115 Beiträge

Es wird in der Tabak Zeitung als Headline und "Hauptaufmacher" genannt:

"Der Zigarettenautomat bleibt der Lordsiegelverwahrer der Markenzigarette"

Da dreht sich mir der Magen um!!
Klar geht es bei denen um die eigene Existenz, damit auch nach deren Sichtweise, ABER...
in Zeiten des Jugendschutzes, der strenger werdenden Gesetze zum Nichtraucherschutz, dem Sterben der Zigarren- und Pfeifenraucher und natürlich der Bedrohung unseres Marktsegments (Tabakwarenfachgeschäft) sollte sich keiner (auch noch ein Dr.) so einen Schwachsinn von der Seele schreiben dürfen! Das die Zigarettenautomaten unter anderem auch den Tod der kleinen Läden bedeutet ist doch wohl allen bekannt. Warum maßt sich die Tabak Zeitung an, einen so extrem lobbyistischen Quatsch in der Zeitung abzudrucken und allen Einzelhändlern damit zu sogerieren; Euer Wohl ist mir egal??!

Ich werde dieses Drecksblatt nicht mehr in die Hand nehmen... obwohl, um es in den Papierkorb zu werfen...!

Aus meiner egoistischen, kontra-aufgestellten Sicht läuft der Hase genau anders!
1. Weg mit allen Automaten.
2. Weg mit den Zigaretten aus den Geschäften, die nicht mindestens 50% des Warenumsatzes mit Tabakwaren aller Art machen. Übrig blieben Kioske, Tabakwarenfachgeschäfte...
3. Konzessionsvergabe nach Tages-Lehrgang mit Prüfung in Deutsch, damit alle nachvollziehen können, ob man das verstanden hat.

Nach was hört sich das an?! Naja, fast wie eine Traffik im Ösiland.
Man kann sich die Einheitsverpackung, Verkauf unter dem Ladentisch etc. sparen. Gute Suchtprävention, Stärkung eines (zur Zeit) sterbendes Geschäftszweiges. Es würden sogar etliche neu entstehen, Shop im Shop z.B. weil Supermärkte es sich wohl kaum nehmen lassen das Geschäft weiter zu betreiben, aber die "Gefahr an der Kasse" wird so deutlich minimiert.

Ich träume gerade... nur dieses Zucken in der Magengegend... ach ja, vor mir liegt ja der Artikel in der Tabak Zeitung, schnell in den Müll.


Jan


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#2

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 03.05.2011 11:38
von 6aus49 • Annahmestellenleiter/in | 505 Beiträge

Applaus lieber Janniman,

genau auf den Punkt gebracht!!!!

Es wird Zeit, dass ein Ruck durch die Republik geht und unsere Verbände damit beginnen auch in dieser Richtung zu arbeiten!

Wir brauchen dieses Modell, wenn wir auf Dauer überleben wollen!

Applaus!!!


6aus49

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#3

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 06.05.2011 13:11
von Pashol • Annahmestellenleiter/in | 297 Beiträge

stimme ich voll und ganz zu


Gruss
Pashol

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#4

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 13.05.2011 13:26
von Janniman • Annahmestellenleiter/in | 115 Beiträge

Ich finde es komisch... so wenige Reaktionen.

Haben die Leute hier die Tabakzeitung nicht bekommen/gelesen?
Eventuell hätte ich den Artikel ganz hier einstellen sollen? (geht nun nicht mehr, da entsorgt)
Ist es den Leuten hier egal, wenn einer schreibt, das der Zigarettenautomat der Träger der Markenzigarette wäre und der Handelszweig/Industrie davon (angeblich) profitiert? Somit auch sollen auch wir Einzelkämpfer daraus einen Nutzen schlagen und die Automaten auch noch gut finden?
Wo bleibt die Alterskontrolle, da ja nur irgend jemand seinen Ausweis da hineinstecken muss, nicht der Käufer. Wo bleibt die Suchtprävention? Wer bringt denn neue Marken an den Mann/Markt? usw.

Was im Supermarkt passiert ist folgendes: Da kamen mir bekannte Kinder (14 Jahre) angetrunken von einer Seeparty mit ihren gleichaltrigen Klassenkameraden wieder. Die sehen nun mal aus wie 16 oder gar 18. Die Kassiererin im Supermarkt interessiert sich kaum für das Alter, da diese oft selbst noch 17 oder 18 sind (alles Aushilfen), sich also kaum bewusst sind, was ein 16-jähriges "Kind" denn schon an Alkohol kaufen darf und was nicht. Und wenn die schon einen Martini kaufen, naja warum dann nicht bei dem sowieso vorhandenen Risiko nicht auch noch Zigaretten. Gut, diese Kassiererin könnte man an den Hammelbeinen packen, aber das passiert nie.
Bin ich der einzige, der wirklich Interesse daran hat den Jugendlichen und Kindern das Rauchen und den Alkoholkonsum zu erschweren? Wie ließe es sich sonst erklären, dass die Kiddies aus der vierten Klasse bei mir im Dorf mit Kippen auf dem Spielplatz stehen.

Komisches Volk!

...und ehrlich vielen Dank für die beiden Zusprüche.

Jan


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#5

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 13.05.2011 19:01
von taboe • Annahmestellenleiter/in | 542 Beiträge

Ich sehe die paar Automaten die noch übrig geblieben sind nicht mehr als Konkurrent.
Ein Kauf ohne Alterkontrolle ist da garnicht mehr möglich. Im Geschäft (wie Du selber sagst) schon.

Für Führerschein, EC Karte oder Ausweis ist der Erwachsene selbst verantwortlich (Dem Zugriff Minderjährigeer entziehen). Wer einem Minderjährigen seinen Alternachweiss überlässt damit der sich Zigaretten ziehen kann, der geht auch in ein Geschäft um für einen Minderjährigen Zigaretten zu kaufen (Alterskontrolle in beiden Fällen ausgehebelt und nu...?)

Zitat von Janniman

sich also kaum bewusst sind, was ein 16-jähriges "Kind" denn schon an Alkohol kaufen darf und was nicht. Und wenn die schon einen Martini kaufen,


Martini ist ein Weinhaltiges Getränk und darf damit genau wie Bier an 16 Jährige verkauft werden (rein rechtlich; moralisch sehe ich das anders) abgesehn davon dass in dem von Dir genannten Fall die Käufer erst 14 waren und die Alterskontrolle hätte greifen müssen.
Da wäre dann ein Automat wieder besser gewesen weil der (wie oben schon gesagt) auf jeden Fall eine Alterskontrolle durchführt egal ob ein 8jähriger oder ein 80jähriger davor steht.

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#6

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 14.05.2011 13:16
von Mellieslädchen • Annahmestellenleiter/in | 205 Beiträge

wenn ich mich richtig erinnere sind die Umsätz mit dem Automaten von 30 auf 10% zurückgegangen. 13 Mrd. Tabaksteuereinnaheen in 2010 (Steuerschätzung 2009 BMF) - da ist dem Staat doch egal wer die Steuern für Sie einsammelt und ob der Käufer wirklich 18 Jahre alt ist. Ein sehr geringer Teil der Jugendlichen ab 16 rauchen überhaupt noch (nicht das ich alle zum rauchen überreden möchte denn ich finde gut das sich auch meine Kinder so entschieden haben) , aber wer kommt dann in Zukunft in mein Geschäft um Tabakwaren zu kaufen ?

Auf der einen Seite nennt der Staat die Tabaksteuer eine Lenkungssteuer (um den Konsum an Tabakwaren zu steuern schraubt man die Steuer hoch und höher) um seine Bürger vor zuviel Sucht zu beschützen, verzichtet aber gleichzeitig nicht auf einen Euro an Steuereinnahme-"Rauchen für die Rente" war nur ein Beispiel. Wenn man sich im Februar 2009 eine Schachtel Zigaretten für 4,50 Euro kauft, so werden 3,74 Euro als Steuern abgeführt (spiegel online). Und wo ist die Lenkungsteuer auf Bier ? auf Getränke mit mehr als 30% Alkohol (müssten ja höher besteuert werden als Kellergeister) ? für Fahrradfahrer ?

Ich könnte gerne auf Tabakwaren verzichten - beschi..ene Marge, großes breites Sortiment kostet eine Menge Geld und mit 15 Sorten aus dem Zigarettenautomat decke ich 80% aller Kaufwünsche ab. Und wenn ich nicht gerade ständig eine (verdammt große) Menge davon verkaufe werde ich niemals Geld damit verdienen. Sicher ist ein Tabakwarenfachgeschäft mit großem Sortiment, Humidor und Pfeifenaustellung ein schöner Anblick, der sicherlich sein Auskommen damit hat. Aber ich bin im Vorkassenbereich eines REWE Supermarktes der selber Tabakwaren verkauft, die nächsten Tankstellen sind 500 Meter entfernt und sogar der Getränkemarkt verkauft Streusalz, Dosensuppe und Tabakwaren nebeneinander. . .

Wäre schön wenn sich der deutsche Staat zu einer Traffik-Lösung durchringen könnte, aber da fehlt der ernsthafte Wille außerhalb von Sonntagreden in Festzelten und Profilierungsversuchen von Gesundheitsministern. Tatsache ist das die 2 großen Großhändler im Markt für fast 10 Mrd. Euro Tabakwaren an den Handel geliefert haben (und auch noch fast 5.000 Mitarbeitern beschäftigen) . und jetzt rechnen wir mal schnell die einbehaltene Tabaksteuer aus . . . leicht verdiente Kohle für den Vater Staat, also warum soll man sich da einmischen ?

Zahlen von 2010 : 6.659 Mio € Umsatz und 3215 Mitarbeiter Lekkerland Deutschland - dtv Tabak weniger als 3 Mrd Euro mit 1.700 Mitarbeitern (Quelle:Unternehmensdaten im Internet)

Schauen wir mal auf die Zigarettenindustrie 2009 (http://www.tabakwelt.de/cms/news_presse/PDFs/BTWE-2010.pdf) und stellen fest : 24% verkauft der Fachhandel, 27% die Tankstelle, 12% der Automat und 36% der Lebensmitteleinzelhandel.
Also müsste man sich über Aldi Lidl Rewe und Co. ärgern, und die bösen Automaten sind wirklich nicht die Mühe wert. Aber 60% der Zigarettenproduktion verkauft der Großhandel, der Klingelbeutel für den Finanzminister was die Tabaksteuer angeht.

also weiterwurschteln, jeder kämpft für sich Alleine und weiter die Faust in der Tasche ballen.


zuletzt bearbeitet 14.05.2011 13:30 | nach oben springen

#7

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 03.06.2011 14:02
von lottorine • Annahmestellenleiter/in | 8 Beiträge

Hallo liebe Betroffenen. Ich bin erst kürzlich diesem "Club" beigetreten und heute auf diese Runde gestoßen.

Nun kann man sich streiten ob Automaten sinnvoll sind oder nicht. Einerseits ist Rauchen schädlich und Kinder und Jugendliche sollen davon (mit der Altersbeschränkung) fern gehalten werden, andererseits hängt man an allen möglichen und unmöglichen (vor Schulen) Stellen Automaten auf.
Jeder Händler, der das anmeldet, kann Tabak und Zigaretten verkaufen, dabei ist das doch ein Suchtmittel, genau wie Alkohol. Andere Suchtmittel bekommt man in der Apotheke (bei Fachpersonal) oder illegal.

Wer ein bisschen Verstand hat wird sehen, dass hier nicht das Wohl der Menschen im Vordergrund steht, sondern die Industrie und der Profit.

Appropos Profit, wer Tabakwaren im Sortiment hat, weiß wieviel man an einer Schachtel verdient. Es ist zwar schlimm, aber jede verkaufte Schachtel zählt. Man schwimmt halt mit im Strom. Ich hab auch schon erlebt, dass die Mutti für ihren 14jährigen Sohn Tabak kauft und dazu auch noch steht. Was soll man davon halten?

Abschließend bin ich der Meinung, man sollte mal über den Tellerrand hinausschauen. In anderen Ländern bekommt man Tabak und Alkohol nur in ausgewählten Geschäften und dann ist die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes wohl auch gegeben, denn wer will schon seine Lizens verlieren.

Tschüss


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#8

RE: Die Tabak Zeitung Nr.17 (Zigarettenautomaten)

in Tabak 10.06.2011 10:10
von Janniman • Annahmestellenleiter/in | 115 Beiträge

Zitat
In anderen Ländern bekommt man Tabak und Alkohol nur in ausgewählten Geschäften und dann ist die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes wohl auch gegeben, denn wer will schon seine Lizens verlieren.

Bravo, denn das ist genau das was eine Traffik ausmacht! Eine Lizenz, die zumindest im Ansatz Verantwortung zum Jugendschutz etc. und Rechtsbewusstsein suggeriert (denn auch da gibt es bestimmt schwarze Schafe).

Jan


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